Geschichten und Berichte

Überblick

Tarek - der Gärtner

Hallo Ihr Lieben, ich bin es - Tarek....

Na, müsst Ihr etwa überlegen wer ich bin?


Ich zog im Juni 2008 in meine neue Familie. Mensch Leute, ich fühl mich hier richtig gut.
Und die Kidys habe ich im Griff. Bloß bei Herrchen, da arbeite ich noch dran (er ist der Meinung er hat das Sagen). Naja mal gucken wie lange!
Ich gehe regelmäßig in die Hundeschule und habe viel gelernt. Wie z. B. auch wie im Garten geerntet wird oder Unkraut zupfen - das musste ich alles ganz alleine machen. Frauchen hat nur gepflanzt oder Herrchen ist immer noch am Haus beschäftigt und da muss ich auch helfen. Komische Leitungen oder Rohre frei legen, dass alles mache ich ganz alleine. Komisch, er ist immer unzufrieden. Naja, was solls, auf jeden Fall ist das Leben hier ganz schön aufregend.
Und im Ort bin ich bekannt wie ein bunter Hund. Alle mögen mich. Die Polizei und sogar die Feuerwehr habe ich alle schon kennen gelernt. Wir sind dicke Freunde mit den Bullen;-))
Na gut, ich habe zwar viel erzählt, aber nicht die Zeit dazu, es gibt jede Menge zu tun im Garten und Haus.

Liebe Grüße von Kaya's und Tarek P.S.: Würde mich freuen, wenn Frau Rösner mal wieder an der B6 vorbei schaut auf nem Käffchen...

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Kangalrüde Balu grüßt aus Sachsen

Hallo ich bin Balu.


Erinnern sie sich noch an mich? Ich bin im Oktober 07 nach Sachsen gezogen.
Ich habe mich super eingelebt und hauptsächlich Unsinn im Kopf. So habe ich zu Ostern einen großen Straus Narzissen gepflückt, die haben soo schön im Wind geschaukelt.
Ich wiege mittlerweile 42 kg und habe eine Schulterhöhe von 70cm. Ich besuche eine Hundeschule und bin immer noch zum Welpenspielen unterwegs, auch wenn ich und die anderen nun schon eine Gruppe hoch gerückt sind, denn wir sind ja nun schon die Großen.
Meine beste Freundin ist ein Beagle aber auch die andern vom Saluki bis zum Labrador und diverse Mischlinge sind super Spielgefährten. Wir sind manchmal bis zu 12 Hunde, da geht die Post so richtig ab.
So geht es mir sehr gut. Mein Frauchen hofft, mir meine Flausen austreiben zu können. Mal sehen, wer die bessere Ausdauer hat. Wir machen täglich lange Spaziergänge und spielen viel im Garten.
Ich hoffe meine Geschwister haben auch alle ein schönes Zuhause bekommen und sie haben guten Erfolg mit ihrer Arbeit.
Ich wünsche ihnen und allen die für uns große Jungen und Mädchen da sind, alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Liebe Grüße
Balu mit Familie

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Akan - ehemals Xandu aus der Twistringer Massenzucht

Hallo Frau Rösner,

ich wollte mal wieder ein wenig von Akan berichten..



Er wächst sehr gut, mal ist sein Hinterteil höher mal sein Vorderteil, mal geht er in die Länge, wenn er rennt sieht er noch aus wie Pluto.

Mit den anderen Hunden versteht er sich prima, einzig unsere Kelpiehündin ist nicht wirklich seine Freundin, zumindest nicht wenn es ums Fressen geht.

Akan geht regelmäßig zur Welpenschule und zum Junghundtraining, er benimmt sich sehr gut mit den anderen Hunden , nur letzten Sonntag als zwei sieben Monate alte Doggen auf den Platz kamen wollte er doch lieber gehen. Die waren ihm wirklich ne Nummer zu groß.

Akan kann schon SITZ, PLATZ und natürlich KOMM (her oder nicht, dann kommt er her oder nicht ) da arbeiten wir im Augenblick mit der Schleppleine dran.

Er liebt es durch Tunnel zu rennen am liebsten in Begleitung von irgendwelchen Hundekumpanen. Er läuft perfekt über einen Steg und über eine Leiter, er kann Leckerchen aus einer Kiste holen und die Kiste dabei öffnen. Akan kann neben einem Schweineohr Platz machen ohne es zu fressen. Er kann auch auf unseren Esstisch klettern und die gebrannten Mandeln wegfuttern.

Akan hat natürlich auch wirklich wichtige Aufgaben, er ist täglich damit beschäftigt unseren (ehemaligen) Garten in ein maßstabsgerechtes Modell des Schlachtfeldes von Verdun zu verwandeln. Das augenblickliche Wetter ist dabei sehr hilfreich, außerdem haben unsere anderen Hunde spontan ihre Hilfe für dieses Projekt zugesagt.

Bis Samstag hat der Kleine bei uns im Bett geschlafen, ich weiß darüber kann man geteilter Meinung sein.
Wir lassen unsere Welpen immer die ersten Wochen in unserem Bett schlafen, es ist sehr förderlich für die Bindung und die Welpen haben nie wirkliche „Verlassensangst“.
Wie die Welpen zuvor, ist er aus eigenem Wunsch nun aus dem Bett „ausgezogen“.

Akan mag sehr gern apportieren, das macht er besser als die Bordercollies, ob man es glaubt oder nicht.

Akan liebt den Besuch beim Tierarzt, wenn es nach ihm ginge würde er täglich dort vorbei schauen.

Eine weitere Leidenschaft sind die Gräben, am besten mit Wasser gefüllt. Sobald er einen sichtet stürzt er sich mit Enthusiasmus hinein.

Die Stubenreinheit ging fast wie von selbst, was auch eine Folge des im Bett schlafen ist. Lange Rede , kurzer Sinn: Wir sind sehr glücklich mit unserm Akan.

Herzliche Grüße aus Ostfriesland

Holger, Karin und Lasse Dalhoff mit Rudel

P.S.:Ich hab noch eine Kleinigkeit verschwiegen was unseren Akan angeht.
Akan hat ein Schnuddeltuch! Ohne das geht gar nichts, vor allem nicht einschlafen. Er hat es sich selbst aus einem Altkleidersack ausgesucht und trägt es nun den ganzen Tag durch das Haus.Wo er ist , das ist auch sein Schnuddeltuch! Natürlich haben wir das auch auf einem Foto verewigt.

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Brief von Jana (Pyrenäenberghündin)

Liebe Frau Rösner,


jetzt bin ich schon ein paar Monate in dem schönen Nordhessen und wollte mich doch mal melden. Zur Zeit macht mir eh die Hitze etwas zu schaffen, da bewege ich mich lieber noch weniger als sonst und schwinge mich mal an den Laptop.
Also, ich bin echt froh, daß ich so ein tolles Plätzchen bekommen habe. Mein Herrchen ist richtig stolz auf mich, glaub ich jedenfalls. Wir drehen abends immer eine große Runde gegenüber von meinem Hof. Da rennen viele Hunde rum, aber ich bin die größte und fast alle haben mächtig Respekt vor mir. Mein Herrchen findet das immer sehr amüsant, wenn die Omis und Opis erstmal etwas erstarren, wenn sie mich sehen und ihre Fußhupen dann ganz schnell anleinen. So was wie mich hat hier noch keiner gesehen. Aber das ganze hat auch seine Schattenseiten, ich möchte so gerne mit den andern Spielen, aber die ziehen den Schwanz ein und machen einen Bogen um mich. Aber ein kleiner Hund hat sich dann doch in mich verliebt, ein Yorki Shi Tzu – Mix. Wenn er Männchen macht, reicht er nicht mal an mein Kinn, ha, ha,ha…..Sein Herrchen hat immer Sorge, daß ich den kleinen platt mache wenn wir ausgelassen toben.
Morgens dreht mein Frauchen mit mir eine große Runde. Ich hab mir da ein Spiel ausgedacht, das finde ich toootaaaal witzig. Immer in die andere Richtung ziehen wie Frauchen laufen will. Ich stemme mich in meinem Geschirr einfach nach rechts, wenn sie links will. Und dann senke ich meinen Kopf und schau sie mit meinen großen dunklen Augen an und warte ab. Frauchen zieht und gibt dann doch nach, weil sie weiß, sie hatt eh keine Chance. Ha, das ist ein super Spiel, ich weiß nur nicht so recht, ob Frauchen es auch so toll findet, wie ich. Vor ein paar Wochen kam sie auf eine ganz dämliche Idee. Sie wollte mit dem joggen oder walken oder so was anfangen und mich mitnehmen, als Schutzhund sozusagen. Pah, ich und schnell laufen….ohne mich…..ich habe sie dann auch ein paar mal fast in den Graben gezogen, da waren Mäuse und die rochen so lecker…….und jetzt hat sie es wohl eingesehen, daß ich für Sport nichts übrig habe. Diese Zweibeiner können schon manchmal recht nervig sein. Was auch super stört ist, daß sie nicht akzeptieren können, daß ich nunmal gerne in den Türrahmen liege oder davor. Müssen die denn immer mit irgendwelchen vollen Einkaufstüten über mich rüber steigen? Können die nicht den Hintereingang über die Terrasse nehmen? Vielleicht kann ich ihnen das noch abgewöhnen, sie sind ja lernfähig…..Aber ich will mich nicht beklagen, sie tun wirklich alles für mich. Im Mai war ich mit der ganzen Familie im Schwarzwald. Da gab`s eine Familienfeier. Mein Herrchen hat extra ein größeres Auto für dieses Wochenende gemietet. Das fand ich echt toll. Sie haben ja auch noch zwei Kinder, die wollten sie auch mitnehmen und die hatten soooo viel Gepäck. Und damit das mich nicht einengt, hat er sich für das Mietauto entschieden. Ich liebe ja Autofahren, vielleicht mach ich mit 18 auch den Führerschein, ist bestimmt ne tolle Sachen. Man braucht sich nicht bewegen und kommt überall hin – Klasse!!! Im Schwarzwald war ich natürlich wieder der King und wurde gekrault und gestreichelt was das Zeug hielt, ein richtiger Wellness-Trip mit Massageeinlage sozusagen.
Vor ein paar Wochen sind meine Leute auf eine tolle Idee gekommen. Sie wollten mir eine Freundin ins Haus holen. Etwas artgleiches, robustes, damit ich jemanden zum Spielen habe, wenn mir mal danach ist. Mein Frauchen wollte unbedingt eine Maremmano Dame. Hat aber nichts gefunden. Dann ist sie durch Zufall auf eine Internetseite eines Tierschutzvereins gestoßen, die Tiere aus dem Ausland retten. Und da hat sie ganz viele süße arme Maremmanis gefunden, die keiner haben will und nie wieder ein Zuhause finden werden und um die sich niemand wirklich kümmert.
Am 7.7. war es dann soweit. Freiwillige Helfer haben einige Hunde rausgeholt und meine Leute haben meine Freundin in Hann. Münden abgeholt.
Frauchen hat wohl echt der Schlag getroffen, als sie meine Freundin aus der Box geholt hat. Die kleine hat 4 Jahre in einem Zwinger gelebt, nur auf Betonboden liegen müssen, ob Sommer oder Winter. Die Decken waren auch nur Draht, so konnte die arme nicht mal Schatten vor der römischen Sonne finden. Und dann hatte sie auch noch das komplette Winterfell drin. Und in dem Zottelfell hat sich der Kot und Urin total verklebt.
Luna, so heißt jetzt meine Freundin, und ich haben uns im Feld, nahe meines Hofes das erstemal beschnuppert. Sie stank entsetzlich, sah aber nach dem 3 stündigen Bürsten schon beser aus. Nur diese Verfilzungen!!!!! Ne, wirklich keine Schönheit und dann war sie auch viel kleiner, als wir alle erwartet hatten. Aber irgendwie mochte ich sie, war es Mitleid oder meine Gutmütigkeit? Ich weiß es selber nicht. Ich habe also spontan entschlossen, sie mit ins Haus zu nehmen. Aber die Kleine wollte gar nicht, sie hatte Angst vor Häusern. Ich wollte ihr doch meine tolle neue Kuschelmatratze zeigen und meine Küche mit Personal und so…..aber echt nichts zu machen. Also sind wir in den Garten. Ich habe ihr dann gezeigt, wie toll es ist duch Türen zu laufen. Sie hat im Schatten gelegen und mir zugeschaut. Am Abend hat mein Frauchen sie dann mit „Gewalt“ ins Haus geholt. Eine Schüssel mit leckerem Futter stand für sie bereit und da hat sie gemerkt, daß Häuser durchaus Positives beinhalten können. Ja, so fing meine neue Aufgabe an. Ich zeige der kleinen Italienerin was es heißt Hund zu sein. Sicherlich hat auch die große reinigungsaktion und Entfilzungsaktion meines Frauchens dazu beigetragen, daß Hund sich wieder wie Hund anfühlt. Auch wenn Luna nicht wirklich gerne in der Badewanne war. Aber das Ergebis kann sich nun sehen lassen! Luna hat sich schon abgeschaut, daß man beim Spaziergang sein Häufchen macht und nicht im Garten. Zum Glück hat sie von Anfang an nicht ins Haus gemacht. Ich habe ihr die Vorzüge einer Matratze gezeigt und die teile ich jetzt auch mit ihr. O.K. beim Fressen trennt uns Frauchen, das ist auch besser so, denn da kenne ich keine Freunde und Mundraub ist was ganz tolles, wenn ich der Sieger bin!!!!
Ich liege ja abends immer bei meinen Leuten neben der Couch, die schauen TV und dabei werde ich so herrlich gekrault. Das fordere ich auch ein, da kenn ich nix…Aber ich weiß nicht, wie ich Luna erklären kann, das das fernsehen nichts Bedrohliches ist und das es soooo gemütlich ist, wenn die Family zusammen den Tag beschließt, dann sind die Kinder im Bett und es kehrt etwas Ruhe ein und das ist klasse. Aber Luna wandert den Flur entlang, dreht im Wohnzimmer und rennt wieder bis zur Haustüre, dreht dort und läuft wieder ins Wohnzimmer, wirft einen Blick auf den fernseher und dreht wieder um. Manchmal kommt sie kurz bei mir vorbei, meine Leute können sie kurz kraulen, dann geht sie wieder zur Tür.
Seit gestern wird es aber besser, sie hält sich schon länger bei uns auf. Luna orientiert sich sehr an mir, weil ich so souverän bin und ich bin ganz im inneren echt stolz auf mich. Und meine Leute auch. Sie sagen ich sei ein klasse Hund, einfach einzigartig.
Luna und ich spielen im Garten. Luna hat da mehr Lust, als ich, aber man muß sich ja dann doch mal bewegen, sonst rosten die Gelenke. Und dann wackelt die Erde, wenn wir durchs Gelände toben. Schade, daß Luna so klein ist. Sie wurde mit ca. 9 Monaten kastriert, vielleicht liegt`s daran. Aber ich hab sie auch so lieb und pass halt etwas auf, daß meine Pranken ihr nicht weh tun.
In den nächsten Wochen wird sich mein Territorium vergrößern. Die Familie über usn zieht weg und die Familie in der Scheune, die mit dem Boxer, tiehen auch aus, dann gehört mir der ganze Hof alleine. Da werde ich ganz schön Arbeit haben um alles zu kontrollieren. Wird Zeit, daß Luna langsam mitmacht, bis jetzt hat sie noch kein einziges mal gebellt, daß ist mir ein Schutzhund, ne, was habe meine Leute mir da angeschleppt.
Liebe Frau Rösner, Sie sehen, ich habe hier wirklich was zu tun, darum muß ich jetzt auch zum Ende kommen und mal nachsehen, was Luna gerade macht. Außerdem bekomme ich langsam Hunger. Ich werde mich mal von den Kellerfliesen erheben, die sind bei den Temperaturen Gold wert, ich verziehe mich immer dorthin, wenn der Wetterbericht wieder Hitze angesagt hat.
Ich schicke schnell die E-Mail ab und dann geht`s raus. Bellen – und den komischen Rindviechern auf der Weide nebenan erstmal wieder klarmachen, wer hier Chef ist!!!!! Und dann gibt`s noch diese komischen Ultraleichtflieger, die kann ich ja echt nicht ab, die werden gnadenlos verbellt, hat sich auch noch keiner gewagt, auf MEINER Wiese zu landen.
Bis vielleicht mal wieder. Ich schau ja auch immer mal wieder auf Ihre Website, vielleicht wollen meine Leute ja noch eine Dritte im Bunde, jetzt wo sich alles schlagartig enorm vergrößert hat.
Viele liebe Grüße
Jana
P.S. ich bitte die Fehler zu übersehen, ich habe mich beim Schreiben so beeilt und keine Zeit zum korrekturlesen
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Pasha - ein Kangal im Glück

Brief von Pasha an Eleonore


Liebes Reservefrauchen.....
ich weiß nicht ob Du Dich noch an mich erinnerst, denn ich bin nun schon über 9 Wochen von Dir weg.Ich muß Dir allerdings sagen ....ich habe kein Heimweh und ich möchte auch nieeeeeeeeeee wieder zurück. Mein neues Zuhause gefällt mir und ich habe hier alles und alle gut "im Griff ", so dass mir eine Rückkehr zu Dir nicht in den Sinn kommen würde.
Ich bin der Star und der Liebling in der ganzen Siedlung und die Reihe meiner Fan`s wird von Tag zu Tag größer. Ich habe mir gedacht ich schicke Dir mal ein paar Fotos, damit Du weißt wie es mir so geht.
Ich glaube mein "Herrchen und mein Frauchen" kommen in der 2. Augustwoche nach Leiferde und wenn es geht werden sie Dich dann (mit mir natürlich) besuchen. Ich denke sie setzen sich aber vorher noch mit Dir in Verbindung.
Wir zwei,mein Herrchen und ich, waren vorhin nochmal schnell "Gassi" ( 22:30 Uhr )Stockdunkel war`s im Wald, aber Du kennst mich ja Angst und Geld nie gekannt. Da mußte durch.........Leider war ich gestern Abend dann doch zu müde und so schreibe ich Dir den heutigen Tag gleich noch dazu.
Meine " Zwei " und ich waren heute auf der Burgruine. Es war sehr lustig und ich habe einige Hundedamen kennen gelernt. Das Wetter war ok und nun lassen wir den Tag gemütlich ausklingen. Ich hoffe Dir und Deinen Leuten geht es gut und das wir uns bald sehen werden. Bis dahin verbleibt Dir mit einem kräftigen WOU WOU aus dem schönen Bayern
Pasha mit Anhang
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Chap - mein Leben bei der Familie Ergün

Kangal Chap wurde 2005 von Eleonore zur Familie Ergün vermittelt. Jetzt hat er uns geschrieben und erzählt, wie es ihm bisher ergangen ist....


Liebe Marita und liebe Eleonore,

seitdem Ihr mich bei meiner Familie Ergün abgegeben habt, sind fast zwei Jahre vergangen und Ihr habt mich nicht vergessen. Ich habe nämlich Euren Brief erhalten und habe mich für Euch gefreut, dass Ihr jetzt einen eigenen Verein gegründet habt. Wenn Ihr nach mir fragt?!...

In den letzten zwei Jahren habe ich mich bei meiner Familie sehr gut eingelebt. Am ersten Tag waren wir doch in dem großen Garten in Berlin. Meine Eltern sind inzwischen dort fast eingezogen; sie haben die große Lagerhalle in eine Werkstatt und in unser neues Zuhause verwandelt.
Jetzt bin ich den ganzen Tag in meinem Garten und kann mich austoben. Ich bin der Boss, der "Löwe" hier, wie mich die Nachbarn nennen.
Meine Kollegen von der Polizei schauen fast jeden Tag bei mir vorbei, um mich zu streicheln. Durch mich haben sie sich mit meiner Familie angefreundet. Anfangs hatten wir einige Schwierigkeiten in dieser Umgebung, da doch meine Eltern genau so wie ich aus der Türkei stammen, doch inzwischen kann keiner was sagen, da ich meinen Job als Sicherheitshund sehr gut mache.
Dafür werde ich auch kräftig belohnt. Meine Mutter kocht für mich fast täglich und mein Vater bringt mir jeden Tag Leckerlies aus der Stadt mit.
Inzwischen habe ich einige Pfunde zugelegt. Vielleicht habt Ihr schon vergessen, ich bin doch der "Vielfraß" der Gruppe gewesen.
Apropos "Vielfraß"... Ich habe gelernt, dass man keinen Bruder (mein Bruder Boncuk, ein Wellensittich) und keinen Frosch einfach so fressen darf, denn die Strafe dafür ist ziemlich hart: Dafür, dass ich unseren Wellensittich mal den Garten zeigen wollte und ihn dafür am Leib anpacken musste, habe ich ein ziemliches Geschrei abbekommen. Er hat es überlebt, meine Eltern haben ihn mit drei Eimern Wasser gewaschen und haben meinen Schleim doch nicht völlig abspülen können.
Als ich den Frosch, der unseren Garten betreten hatte, runterschlucken wollte, bekam ich einen Kotzanfall, so dass die arme Kröte schleimig davonhüpfte, als ich ihn herausgewürgt hatte.
Ich bin sehr glücklich hier, macht Euch keine Sorgen um mich! Ich habe eine Familie und viele Freunde hier, sogar eine Verlobte. Sie ist wie ich, ein Kangal, aber sie kommt aus Russland. Ihr Bruder, ein Dobermann, ist zwar ziemlich eifersüchtig, doch wenn sie einige Jahre älter wird, erwartet uns eine kleine Hochzeit im kleinen Familienkreis.
So... das wars von mir.
Im Namen meiner Eltern und Geschwister grüße ich Euch und sende Euch viele Grüße aus Berlin!

Wow, wow
(das bedeutet: Viele Grüße!)

Chap Ergün

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Lucky – ein polnischer Dickschädel mit großem Herz

Als Lucky bei uns einzog war es Liebe auf den ersten Blick und aus einem sehr mageren und anfänglich schüchternen Jungrüden wurde schnell ein quirliger und, wenn man nicht aufpasste, testender und pöbelnder Hund.
Eben wie es sich für einen Podhalaner gehört.


Er reizte unseren erfahrenen Neufundländer-Rüden oft bis zur Weißglut und jeder wachsende Grashalm wurde angebellt; egal ob er nun tatsächlich wuchs oder einfach nur anwesend war.
Es war somit nicht leicht und trotz stetigem Trainings wurde Lucky regelrecht hyperaktiv.
Alles wurde angepöbelt, angerempelt, nieder gemacht, tja so wie dickschädelige Teenager nun mal so sind.
Es war ein teilweise nervenaufreibendes Spiel und wir haben oft darüber nachgedacht, wie schön die Ruhe vor Lucky hier bei uns gewesen war.
Die Türschelle war unnütz geworden, da alles bereits im Vorfeld nur sich Nähernde verbellt wurde und das selbst noch nachdem man unser Grundstück verlassen hatte.
Durch unsere Arbeit mit Kindern und Erwachsenen in Verbindung mit Tieren gründeten wir den Verein „Seelenwelten“ welcher sich um ADS und ADHS Betroffene kümmert.
Und dann kam eines Tages ein riesiges „Du – glaubst – es – nicht – Erlebnis“. Während der Arbeit mit einem der uns anvertrauten Teenager kam es zu einer Begegnung zwischen diesem Kind und unserem Lucky.
Man muss dazu sagen, dass Lucky sich während meiner Arbeit normalerweise bei meinem Mann draußen oder aber im Stall befindet, da es in keinster Weise mit ihm erträglich war. So war es bis dahin eine gute Lösung gewesen.
Aber kommen wir zurück zu besagtem Tag: Hund und Teenager standen sich urplötzlich gegenüber, beide hielten die Luft an. Nicht weil die Situation gefährlich hätte werden können, nein sondern da sie so plötzlich da war. Lucky setzte sich verblüfft, legte seinen Kopf schief und verhielt sich zum ersten mal ruhig und gesittet!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich befand mich direkt bei den Beiden und konnte einfach nur noch staunend beobachten. Lucky bewegte sich vorsichtig und freundlich in Richtung des jungen Mädchens und blieb angeschmiegt bei ihr sitzen, wobei er den Kopf hob und eine Mimik auflegte, die ich bei diesem Hund noch nie wahrgenommen hatte. Nichts mehr war bei diesem Hund von Pöbelei oder Rempelei zu erkennen.
Zaghaft kam dann die Frage von dem Mädchen, ob es denn mal möglich wäre mit Lucky spazieren zu gehen. Klar, antwortete ich, für meine Begriffe im ersten Moment zu spontan. Aber nun gut. Zugesagt war zugesagt und so fingen wir dann an. Tja und jetzt sind wir bei dem „Du – glaubst – es – nicht – Erlebnis“. Lucky besitzt eine Sanftmut wie kaum ein anderer Hund. Sein Feingefühl bezüglich dieses Kindes ist enorm groß und beide ergänzen sich in ihren Spaziergängen.

In der Zwischenzeit haben wir angefangen mit Lucky und dem Kind gemeinsam zu arbeiten und stellen darüber hinaus fest, dass beide ruhiger werden. Getreu dem Motto des Ähnlichkeits-Prinzips in der klassischen Homöopathie scheint dieser bisher hyperaktive Hund einem hyperaktiven Kind eine Ruhe und Ausgeglichenheit zu vermitteln, die wir als Erwachsene nur schwerlich geschafft hätten.
Seit den Einsätzen mit Lucky ist unser Leben ruhiger geworden, da Lucky seine Aufgabe gefunden zu haben scheint, ebenso das Leben des Kindes. Es finden sich Strukturen und ein großer weißer polnischer Dickschädel zeigt unter seiner harten Schale einen weichen Kern verbunden mit einem riesengroßen Herz.
Wir sind dankbar, dass wir seine Qualitäten auf diese Weise entdecken durften und wieder bestätigt sich für uns der Satz: kein Tier kreuzt Deinen Weg sinn- und zwecklos.
Danke Lucky!

Vera Karpfl

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Charakter und Benehmen der Kaukasen von Edina Kapuvary

Sind Sie eine ausgeglichene Persönlichkeit? Haben Sie Ausdauer? Sind Sie konsequent und haben Sie eine Portion Humor? Stehen sie mit beiden Beinen fest auf dem Boden? Lieben Sie Hunde sehr? Nun, wenn Sie auf alle Fragen mit JA geantwortet haben, können Sie vielleicht ein geeignetes Frauchen oder Herrchen für einen Kaukasen sein.


Kaukasen sind wachsame, eigenwillige, eigenständige, sture Hunde mit zarter Seele.
Die Hirten brauchten wachsame und eigenständige Hunde, die ohne Anweisungen Feinde von der Herde fern gehalten haben. Das darf der Hundekäufer, der sich wahrscheinlich Hals über Kopf in den knuddeligen Welpen verliebt, nicht vergessen. Ein Kaukase betrachtet alles, was er nicht kennt, zuerst misstrauisch.

Kaukase der Meisterfotograf

Sie, lieber Leser, haben sicher schon mal eine japanische Touristengruppe erlebt.
Die fotografieren und machen Videos wie verrückt. Gegenüber einem Kaukasen sind sie allerdings blutige Anfänger. Ein Kaukase registriert die kleinste Abweichung in seinem Umfeld. Die Fotos von der letzten Fotosession werden in den Gehirnzellen mit den frisch geschossenen verglichen, und ist da der kleinste Unterschied, überprüft es der Kaukase. Deshalb muss man Kaukasen von klein auf, auf alles sozialisieren. Sie müssen viele und gute Erfahrungen mit ihrer Umwelt machen.
Auch wenn Sie nicht an ihren Nachbarn denken, Sie selber werden sich glücklich fühlen, wenn Ihr Hund nicht bei jeden Bewegung anschlägt. Kaukasen können äußerst bellfreudig sein.
Da Sie auch zu dem Umfeld des Kaukasen gehören, seien Sie sicher, dass Ihr Hund ein ganzes Fotoalbum von Ihnen hat. Wenn er lernt, dass Sie konsequent mit ihm umgehen, wird er sich anpassen.
Ungerechtigkeit vertragen Kaukasen schlecht.

My house is my castle

Das ist wohl das Motto von einem jeden Hund der Rasse. In seinem eigenen Revier hat niemand etwas zu verlieren. Deshalb ist es sehr wichtig, dem Hund beizubringen, dass immer der Besitzer entscheidet wer ins Haus darf. Man schreibt über den Kaukasen, dass er gegenüber den Kindern der Familie sehr tolerant ist. Jedoch sollte niemand denken, dass ein Kaukase Partner für Kinder ist. Und schon gar nicht, wenn fremde Kinder zu Besuch sind.
Kaukasen sind Einpersonenhunde. Ich schreibe direkt nicht Mann oder Frau. Der Kaukase wählt sich jemand aus der Familie – höchstwahrscheinlich die Person, die sich am meisten und konsequentesten mit dem Hund beschäftigt als Bezugsperson aus. Andere Familienmitglieder werden akzeptiert, sogar geliebt von dem Hund, haben jedoch bedeutend weniger Möglichkeit den Hund zu beeinflussen.
Die Wichtigkeit der ausreichenden Sozialisation kann nicht genug betont werden.
Auf den Spaziergängen kann man so manches Mal erleben, dass ein Hund der Rasse, für Rüden gilt die These noch etwas mehr, fremde Personen oder Tiere nicht mehr dulden will.
Kaukasen sind Nachthunde. So bald die Dämmerung eintritt, wacht der Kaukase intensiver. Auf Spaziergängen mit einem Kaukasen ist es günstig, wenn sich der Hundebesitzer auch hinten am Kopf Augen wachsen lässt. Ab der Dämmerung sind 4 Augen ein Muss. Wegen der Körpergröße und des Gewichtes der Hunde muss der Besitzer auch manche körperliche Fähigkeit haben, um den Hund halten zu können.
Da Kaukasen erhöhte Punkte eh gerne zum Bewachen bevorzugen, vermeidet man eventuelle spätere Dominanzprobleme, wenn der junge Hund sich nicht auf dem Sofa breit machen kann.

Stur – sturer – kaukasenstur

Haben Sie das Wort kaukasenstur bisher in keinem Wörterbuch gelesen?
Gehört Ihnen ein Kaukase, werden Sie es ganz schnell lernen. Die Hunde sind stur und eigenwillig. Ein Kaukasenbesitzer, der Freude an seinen Hunden hat, ist gewiss noch sturer und konsequenter als sein Hund. Dass die Hunde sehr gute Futterverwerter und genügsam in Futter sind, erleichtern Leckerchen die Erziehung nicht immer. Wenn der Hund auf stur schaltet, wird er kein Futter akzeptieren. Kaukasen neigen auch kaum zum Apportieren, und wenn überhaupt, dann nur kurz. Nach einem bestimmten Alter wird der Kaukasenbesitzer feststellen müssen, dass er den weggeworfenen Ball selbst holen darf. Halten von Kaukasen fördert Gehirnarbeit des Besitzers.

Kein Hund to please you

In manchen Sprachen werden CO als kaukasische Schäferhunde übersetzt. Im Vergleich zu einem DSH ist die Bereitschaft eines Kaukasen, Ihnen ein Gefallen zu tun, so weit entfernt wie die Sterne von der Erde. Haben Sie das Glück, eine einigermaßen gute Hundeschule zu finden, werden Sie von anderen Hundebesitzern oft wegen ihrem Hund beschmunzelt, ausgelacht, wie wohl selten sonst im Leben. DSH, Lassie und Co sitzen schon lange, ihr Kaukase ist erst dabei die hinteren Beine zu knicken. Gewiss marschiert die Hundegruppe schon, wenn ihr Hund sich mühsam erhebt und langsam neben Ihnen lostrottet. Nein sie müssen sich nicht erschrecken, der Hund ist nicht plötzlich krank oder schwerhörig geworden. Er kann alles. Kaukasen sind sehr intelligente Hunde. Aber das ist nicht die Aufgabe, wofür sie gezüchtet wurden. Kadavergehorsam gehört nicht zu dem Wortschatz der Kaukasen. Sie führen die Aufgaben aus, aber gemütlich. Und wollen sie die gleichen Übungen zigmal von dem Hund vorführen lassen, wird Ihnen der Hund bald einen Vogel zeigen, nach dem Motto, ich habe es gezeigt, dass ich es kann, nun soll es genug sein. Also wenn sie eine Hundeschule besuchen, kann ich nur zustimmen, dass der Hund unter Kollegen sein sollte. Nehmen Sie es mit einer Portion Humor, dass Ihr Hund nicht der Klassenerste sein wird.
Üben sie Herankommen, alle Hunde hecheln zu Herrchen, Ihr Kaukase geht in eine ganz andere Richtung los. Vergessen Sie nicht, der Hund fotografiert dauernd, er muss was entdeckt haben, was er dringend untersuchen muss. Es kann ja auch sein, dass sich Ihr Kaukase auf das Kommando überhaupt nicht rührt. Warum denn auch, er sieht Sie, stellt fest, Sie sind nicht verloren gegangen . Ein Kaukase ist energiesparend. Ihr Kaukase wird auch nicht den ganzen Tag hinter Ihnen herlaufen, will nicht dauernd beschäftigt werden, er wird Sie nicht dauernd anschubsen, und wenn er gestreichelt werden will, zeigt er seinen Po statt den Kopf.

Kaukase der Düsenjäger

Und wundern Sie sich bitte auch nicht, wenn der Kaukase, der in der Hundeschule Lähmungserscheinungen zeigt, im eigenen Garten oder auf Spaziergängen so manche Autos in Beschleunigung übertrifft.
In ihrem eigenen Revier, wenn sie die Umgebung kennen, können die Hunde Stunden lang vor sich hindösen, sie drehen mal eine Runde, um alles zu kontrollieren, dann legen sie sich wieder gemütlich hin.
Um einen Kaukasen glücklich zu machen, muss man ihm Arbeit geben. Lange Spaziergänge, möglichst nicht in der Innenstadt, sondern auf Feldern , in den Wäldern, fördern Kontakt zwischen Hund und Besitzer. Danach, wenn der Hund im eigenen Garten seine kleine Welt bewachen kann, ist er zufrieden. Natürlich mit sehr viel Familienkontakt. Ob der Hund mit im Haus leben soll, sollte man sich auch genau überlegen. Die Hunde mit dem dicken Fell fühlen sich bei Kälte erst recht wohl.
Kaukasen können auf andere Tiere sozialisiert werden. 2 Rüden oder 2 Hündinnen der Rasse vertragen sich im Normalfall eher selten. Bevor man einen zweiten Hund des gleichen Geschlechts ins Haus holt, sollte man sich genau überlegen, ob man im Notfall die beiden Hunde trennen und auch beiden gerecht werden kann. Kaukasen haben eine hohe Schmerzschwelle. Deshalb muss der Besitzer den eigenen Hund sehr genau kennen. Manch andere Rassen würden bei gleicher Krankheit schon fiepen und jaulen, wenn der Kaukase noch still leidet.
Die Körpertemperatur der Kaukasen ist etwas niedriger als von den meisten Hunderassen. Bei 39 Grad haben die meisten Kaukasen schon hohes Fieber, das sollte der Besitzer auch nicht vergessen.
Das Leben mit einem Kaukasen ist trotz des oben Geschriebenen das Schönste was ich mir vorstellen kann. Kaukasen entwickeln sich langsam. Man kann die Hunde mit 3 Jahren erwachsen nennen. So hat der Besitzer viel Zeit, den Hund zu erziehen. Auch im späteren Alter lernen die Hunde viel dazu.
Die tägliche Beschäftigung mit dem Hund ist ein Muss. Auch wenn der Hund schon alles kann, ist es gewiss nicht verkehrt, eine kurze Übung von einigen Minuten täglich durchzuführen. Das bestätigt die Position des Besitzers, und man kann dadurch vorbeugen, dass der Kaukase im späteren Alter noch Rangordnungsfragen stellt. Bei Kaukasen ist es wichtig, statt zu reagieren zu agieren.
Mit viel Liebe und Konsequenz kann man diese imposanten Hunde zum angenehmen Lebensbegleiter erziehen. Kaukasen sind wunderbare Hunde, mit einem von ihnen fühlt man sich der Natur noch näher. Die Eigenschaften, die die Hunde haben, waren wichtig für ihr eigenes Überleben, aber auch für den Hirten. Ein Kaukasenbesitzer wird dann ein zufriedenes Leben mit seinem Hund führen können, wenn er in die Eigenschaften der Hunde verliebt ist, und nicht ins Outlook der Rasse.

PS: anstelle des Wortes Kaukasen, kann auch Sarplaninac, Kraski Ovcar. Karakachan, Tornjak, Maremma, Podhalaner, Kangal usw. eingesetzt werden.

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Acan - das Kamel mit Welpenmanieren

Ja, ja, liebe Leute, ich hatte das Gefühl, ich hätte doch schon etwas Erfahrung mit HSH, aber ich hatte mich so gründlich getäuscht!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Wir hatten keine Ahnung, dass wir EIN KAMEL MIT WELPENMANIEREN bei uns aufgenommen haben, dass dieser Hund springt wie eine Feder, dass ein so grosses Tier so HOHE TÖNE QUITSCHEN KANN UND DAS STUNDENLANG.....


Unserer inzwischen 4-jährigen Maremmanohündin wollten wir einen Zweithund dazugesellen. Die Frage, ob Weibchen oder Männchen hat sich dann von selber gelöst, da wir uns dachten, dass Neiva ein Männchen eher akzeptieren würde.
Ja, ja, liebe Leute, ich hatte das Gefühl, ich hätte doch schon etwas Erfahrung mit HSH, aber ich hatte mich so gründlich getäuscht!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Für mich war auch klar, dass es auch wieder ein HSH sein sollte, für meinen Partner nicht ganz so, je länger aber desto klarer wurde es auch ihm.
So haben wir einfach mal angefangen, etwas rum zu schauen. In der Schweiz war da ein Sarpi, ein ehemaliges Arbeitstier. Das wollte ich nicht, da ich schon mal meine Erfahrungen damit gemacht hatte und diese nicht allzu gut waren.
In Oesterreich gab es noch einen Kaukasen, den man aber zuerst x-mal besuchen sollte, damit er Zeit hätte, uns zu akzeptieren und der auch sonst mit Menschen nicht gerade unkompliziert war. Auch das wollten wir nicht.
Dann war da in Deutschland dieser Do-Khy/Akbash Mischling, der wohl schon Hundererziehung genossen hatte, aber ein wenig an der Leine mit Rüden pöbelte. Diesen Hund wollten wir uns genauer ansehen.
So haben wir Kontakt aufgenommen und siehe da, wir kamen in ein ganz interessantes Gespräch mit einer sehr netten Dame, die sich für HSH einsetzt, welche ein Zuhause suchen.

Zum Hund:
Es handelte sich um ein grosses Tier, fast 2-jährig, das sehr menschenbezogen sei. Er wäre schon in Kursen gewesen, aber eben auf türkisch erzogen worden, da sein Vorbesitzer Türke sei.
Zu seiner Geschichte muss gesagt werden, dass er zusammen mit einem Kangal und einem weiteren Weibchen diesem Türken als besonders rare Variante des Kangals, ein dunkler, für unheimlich viel Geld verkauft wurde.
Dieser Mann hat sich also 2 Rüden und ein Weibchen im Welpenalter mit nach Hause, nein, in den Garten geholt ( die Hunde durften nie rein). Das Weibchen sei im Alter von 7 Monaten gestorben, die Rüden haben miteinander angefangen zu raufen. Der Besitzer dieser Hunde hat angefangen den Tieren beizubringen, dass man hochsteigt, wenn Besuch kommt. Auch wollte er, dass die Hunde den Besuch etwas einschüchtern sollten. Dies hat dann der dunkle Rüde nicht so gut gemacht, er wollte vielmehr spielen.
Der Vater dieses Türken hat dann vor ein paar Monaten eingegriffen und gesagt, dass das so nicht ginge. Also musste ein Rüde gehen, in diesem Fall klar der Dunkle, da er sein „Aufgabensoll“ nicht ganz so gut erfüllt hat.

Nun, wir haben uns das schon gut überlegt, aber ein bisschen Anziehungskraft hat da sicher auch mitgespielt. Acan ist dann kurz vor Weihnachten bei uns eingezogen. Die Reise nach Hannover ging perfekt. Ich kannte die Strecke schon, da ich letztes Jahr 2x mit Neiva in der Nähe von Hannover war, um beim deutschen Maremmanotreffen mit dabei sein zu können.
Ja, ja, liebe Leute, ich hatte das Gefühl, ich hätte doch schon etwas Erfahrung mit HSH, aber ich hatte mich so gründlich getäuscht!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Wir hatten keine Ahnung, dass wir EIN KAMEL MIT WELPENMANIEREN bei uns aufgenommen haben, dass dieser Hund springt wie eine Feder, dass ein so grosses Tier so HOHE TÖNE QUITSCHEN KANN UND DAS STUNDENLANG, dass er natürlich nicht stubenrein war, dass das, was wir mit ihm draussen erlebten, NICHTS MIT ETWAS PÖBELN ZU TUN HAT, SONDERN EHER AN EINEN WÜTENDEN LÖWEN ERINNERT, dass dieser Hund eine Mimik hat, Schauspieler würden vor Neid erblassen und dass er nach dem Trinken eine meterlange Wasserspur auf dem Boden hinterlässt…………………EIN WILDSCHWEIN PUUUUUUUUUUUR!!!!!!
Ich muss ehrlich sagen, wir haben dreieinhalb sehr intensive Monate hinter uns und manchmal habe ich mir gewünscht, dass wir uns doch gleich für einen Welpen entschieden hätten. Aber dann ist da wieder seine Treue, sein Dasein und hie und da wieder Momente der Besserung, die die Rückschläge wieder quittmachen.
Es geht zum jetzigen Zeitpunkt schon etwas besser, aber wir haben zuerst lernen müssen, mit einem unheimlich beweglichen 50 kg Tier, das eine wahnsinnige Kraft besitzt und diese auch voll einsetzt, umzugehen.
Natürlich hat sich auch Neiva an ihn gewöhnen müssen, das hat Zeit gebraucht. Anfangs hat sie ihn fast 2 Wochen lang für jede Bewegung, die er im Haus drinnen gemacht hat, verprügelt. Heute verpetzt sie ihn noch hie und da, wenn er in die Küche schleicht und stehlen will. Das finde ich ganz toll von ihr, brauchen wir doch alle drei unsere ganzen Kräfte, um diesem Hund, unserem Acan, beizubringen, wie die Regeln hier sind.
Danken möchte ich an dieser Stelle bei allen Leuten, die uns unterstützen.

Und was ganz wichtig ist – der Hundehändler (ca. 200 Welpen/Jahr) in Norddeutschland konnte ausfindig gemacht werden. Man versucht, etwas gegen diese Vermehrungsstätte zu unternehmen.
Die Eltern von Acan hat man im Nachhinein ausfindig machen können, so dass die Rassen bekannt sind.
Weiteres ein anderes Mal..........
Und hier gehts weiter...
Unser Nervensystem hat sich langsam an ein Kamel mit Welpenmanieren gewöhnt, und das ist doch die Hauptsache, oder ?
Acan hat seit einigen Wochen nicht mehr versucht, auf das Sofa zu klettern. Das ist der erste Punkt, den er voll und ganz akzeptiert und einhält.
Er hat auch Fortschritte gemacht, was andere Hunde angeht. Er jault nur noch ein wenig, das Bellen hält sich in Grenzen, manchmal geht’s sogar schon ziemlich still beim Anblick anderer Hunde. Er zieht auch nicht mehr so arg und springt vor allem nicht mehr mit allen vieren in die Luft was das Zeug hält.
Es kommt vor, dass andere Leute hinter mir – mit etwas Abstand - mit ihren Hunden laufen können und er sich an der Schleppleine nicht irritieren lässt.
Heute habe ich das erste Mal mit meiner Freundin und deren Maremmanorüde einen Termin abgemacht, um zusammen spazieren zu gehen. Anfangs haben sie sich begrüsst, dann hat es eine Spannung gegeben zwischen den beiden, nachher habe ich einfach konsequent darauf geachtet, dass der andere Rüde vor Acan gehen darf. Das hat dann gut hingehauen und wir werden weiter üben mit verschiedenen Hunden.
Er muss nicht mit den Hunden gut auskommen, aber er soll lernen, sie zu übersehen und sich mit ihnen nicht anzulegen. Das ist alles.
Vor etwa 10 Tagen hat es mich mal „verblasen“, als er einen Hund so toll angemacht hat und dann habe ich ihn in den Schnee gedrückt und bin auf ihn raufgekniet. Seit dem kann ich ihm einfach sagen, wie er sich zu benehmen hat, und er nimmt mich auch ernst.
Auch bei Katzen legt er nicht mehr so toll los wie am Anfang. Er jault noch und manchmal zieht er noch, aber es ist nicht zu vergleichen wie das anfangs war.
Mit dem Stehlen hat das anfangs gut geklappt, nun hat er wieder Rückschritte gemacht und wieder damit angefangen. Deswegen hat Markus jetzt an verschiedenen Orten Mausfallen aufgestellt, die nur, wenn wir auch im Haus sind, scharf gemacht werden. Da Acan mit Vorliebe seinen Kopf auf den Tisch legt, wenn wir beim Essen sind und uns mit ganz traurigen Augen ansieht, unser Geschimpfe nicht immer was bringt, hat Markus auf dem Tisch eine Falle scharfgemacht. Gestern hat es Acan dann eins „geschmiert“ und wir sind ja gespannt, ob das nun hinhält.
Aber heute morgen, beim Post durchsehen, hat es mich selber erwischt…………………….
Ja, ja, so ist das eben in einem Haushalt mit Eseln und Kamelen……….
Im Hundekurs hat Acan eine Entwicklung durchgemacht, die vom absoluten Wildschwein bis zum Hund mit teilweise schon annehmbaren Manieren reicht.
Bruno (Hundekursleiter und Maremmano-HP in der Schweiz/www.maremmano.ch) ist grosser Fan von ihm und staunt immer wieder über Acans Fortschritten.
Wir selber sind auch stolz, wenn wir wieder sehen, wie es vorwärts geht, und das gibt dann Kraft für andere Momente, die eben auch noch hie und da auftauchen.
Man darf aber nicht vergessen, dass Acan knappe 3 Monate bei uns ist. Wir sehen, dass er sich wirklich gut macht und im Hinterkopf habe ich immer noch den Satz von Ihnen, Frau Rösner: Sie werden sehen, dass er mit 4 Jahren ein ruhiger und liebenswürdiger Kerl sein wird.
Darauf hin arbeiten wir auch und liebenswürdig, das ist er schon jetzt!!
Ich lerne den Teil des Akbashs in ihm kennen und das fasziniert mich. Im Moment setze ich mich intensiv mit dieser Rasse auseinander und stelle sehr viele Ähnlichkeiten mit Acan fest – die Kopfhaltung, der Blick, der Bewegungsablauf, die Rutenhaltung etc..
Es kommt mir so vor, als wenn er ausser der Farbe ein richtiger Akbash ist. Vielleicht drückt dann der Do-Khy später stärker durch, mal sehen.

Und hier gehts weiter.......
Acan zeigt grosse Besserung, aber das Rezept heisst einfach: Selbstkontrolle des Menschen, der ihn führen will, und zwar verbal wie nonverbal. Geduld, Konsequent, eine absolut klare und bewusste Führung und viel, viel Zeit………..auch im Sinne von Zeit wirken lassen!
Er ist total verspielt, und die zwei Hunde haben beide dasselbe Lieblingsspielzeug……………..wir machen sehr viel über die Motivation mit ihm, auch wenn ein klares Nein oft noch platziert werden muss. Er akzeptiert das Nein nun viel besser - im Gegensatz zu früher.
Heute hatte ich Premiere, was Katzen angeht. Wir sind wieder mal bei einem Spaziergang an einer Katze vorbeigekommen. Er hat wirklich nur an der Leine gezogen, ohne zu jaulen oder zu bellen. Ich konnte ihn mit einem klaren Nein wieder ablenken und weiter gings………Sie können mir glauben, ich war soooo stolz!!!
Er ist nun Teil unserer Menschen- und Hundefamilie und wir würden ihn nicht mehr hergeben.
Es ist letzthin wieder mal vorgekommen, dass er einen richtigen Rückfall hatte. Zuerst ist er abgehauen (unsere Schuld), ist im Dorf rumgerannt wie ein Irrer, zwischen den Autos hin und her und zwar locker mit 40 km/h.
Als wir ihn dann wieder zu Hause hatten, hat er sich erst hingelegt, dann ist er aus dem Schlaf aufgestanden und hat voll wieder mal an die Wand uriniert. So, als wenn er nochmals in seine frühere Zeit zurück gekehrt wäre…………….
Es ist uns bewusst, dass er noch manchmal einen Rückfall haben wird. Wir haben ihn aber so lieb bekommen, dass wir stressige Situationen viel besser meistern können. Er dankt es uns durch seine Treue, sein Dasein und sein ursprüngliches Wesen, auf dass wir uns aber auch ganz bewusst eingelassen haben.
Karin und Marcus

Wenn Sie wissen wollen, was wir damals zu Acans Vermittlung geschrieben haben, dann kicken Sie hier, um unseren Vermittlungsbericht direkt zu lesen.

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